dreyer stiftung
   
   


LANDWIRTSCHAFT
Ein Indikator für Armut ist u.a. ein hoher Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft. Während bspw. in Deutschland lediglich 2% der Erwerbstätigen im Primären Sektor beschäftigt sind, stellt Landwirtschaft in Burkina Faso eine Beschäftigung für 90% der Beschäftigten dar. Diese Kennzahl für eine starke Unterentwicklung weist gleichermaßen auf die hohe Bedeutung der Landwirtschaft hin.

Eine vernachlässigbare Industrie, sehr geringe Rohstoffquellen fokussieren die staatlichen Bemühungen neben der Erweiterung des Dienstleistungssektors auf die Verbesserung der Subsistenz- und Landwirtschaft. Denn auch infolge massiver Einfuhr von stark subventionierten Agrarprodukten (Überschüssen) aus Industrieländern, wie der USA, EU und aus Asien, die zu Billigstpreisen auf die einheimischen Märkte kommen, werden die ökonomischen Grundlagen der einheimischen Landwirte zerstört bzw. erheblich gestört und erschwert. Aus diesem Grunde kauft die Stiftung bspw. die Teile der Ernte, die wegen dieser marktverzerrenden Konkurrenz sonst nicht oder sehr schwer absetzbar wären, zu guten Preisen ab und nutzt diese Lebensmittel für die
Schülerspeisungsprogramme. So wird der im Perimeter  kultivierte Reis nach der Ernte von den Bauern erstanden, eingelagert und während des Schuljahres den Schulen geliefert.

Auch mittels weiterer Kleinprojekte entwickelt die Dreyer Stiftung hier besondere Anstrengungen, um die Bedingungen für die Bevölkerung zu verbessern.
Schulungen, Kleinkredite und Agrarversuche stellen hierbei eine Auswahl des Engagements der Stiftung dar.