dreyer stiftung
VERSUCHE  
   
 
   
SAG-Versuch. Deutlich erkennbar der unterschiedliche Wassergehalt der Behandlungen sowie der etwas schwächere Feldaufgang in den mit hohen Gelkonzentrationen versehenen (dunkleren) Parzellen.

Superabsorbergel
Das Superabsorbergel (SAG) Luquasorb® der Firma BASF wurde gratis zur Verfügung gestellt, um es als Bodenfeuchtestabilisator in der Landwirtschaft unter westafrikanischen boden- und Klimabedingungen einzusetzen. Dafür wurde zunächst ein SAG-Steigerungsversuch mit einigen für die Gegend repräsentativen Kulturen Mais, Sorghum, Erdnuss, und Baumwolle durchgeführt, um unter den lokalen Bedingungen die ideale Dosis zu ermitteln. Das Gel kann bis zu dem 300-fachen seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Es kann somit sehr viel Wasser im Boden binden ohne dass dies oberflächlich abfließt oder zu schnell in den Unterboden infiltriert. Es speichert somit Wasser, das den Pflanzen in kurzen Dürreperioden zur Verfügung steht. Bisher liegen einige vorläufige Ergebnisse vor, die später, nach der vollständigen Auswertung des Versuchs veröffentlicht werden.
Pietzometerstudie
Um das Grundwasserverhalten im Perimeter des Staudamms von Moutori, der 2002 von der Stiftung fertig gestellt wurde, genauer zu erfassen wurde ein Transsekt von Piezometern durch den gesamten Perimeter gelegt. In der Trockezeit gilt es nun bei fallendem Pegelstand im See zu studieren, in welcher Geschwindigkeit der Grundwasserstand an den verschiedenen Stellen des Perimeters fällt. Daraus können konkrete Anbauempfehlungen für die Gegensaison hergeleitet werden, da eine oberflächliche Ansicht des sehr trocken wirkenden Bodens oft nicht darüber aussagt, ob nicht noch, je nach Wurzelentwicklung, genügend Wasser im Unterboden verfügbar ist, so dass gegebenenfalls einige Bewässerungsgaben gespart werden können.
   

 

 
 
Sesam, Roselle
Mit Sesam und Roselle werden zwei alternative rentablere Kulturen auf ihre Wassernutzungseffizienz im Perimeter von Moutori getestet, um sie gegebenenfalls den Bauern als Alternativen zum Anbau der sonst üblichen weniger rentablen Kulturen vorzuschlagen. Sesam könnte sich sogar für den Export eignen während Roselle in Burkina Faso von Bedeutung ist. Man gewinnt aus ihren Blütenblättern einen Tee (Bissap) der lokal von großer Bedeutung ist und auch gute Preise auf dem Markt erzielt. Sollte die Wassernutzungseffizienz einer der beiden oder beider Kulturen sich so gestalten, dass man in der Trockenzeit mit einem Minimum an Bewässerung auskommt, so könnten diese beiden Kulturen interessant für den Gegensaisonanbau in Perimetern mit knappem Wasservorrat sein.