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BAUMASSNAHMEN
Der bauliche Zustand der örtlichen Schulen ist oft beklagenswert schlecht. Wegen Mängeln in der Bauausführung, fehlendem Bauunterhalt und allgemeiner Mittelknappheit wird weder repariert noch renoviert, oft haben die Schulen weder Wasser, noch Strom oder gar Toiletten. Hier zum Beispiel wird eine verrostete Felge als Schulglocke verwendet. Im Jahr 2004 konnten wir Baumaßnahmen an zwei bestehenden Schulen durchführen, die sehr zur Verbesserung der Unterrichtssituation beigetragen haben. |
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Vor Beginn der Renovierungs- und Bauarbeiten an der Grundschule in Gnikpiere mit vier Klassen mussten als erstes offene Hangars errichtet werden, damit der Unterricht auch während der Bauzeit weitergehen konnte. Das Gebäude wurde dann mit einem Vordach versehen und renoviert. Neu errichtet wurde eine Schulküche für die Schülerspeisung, Latrinen und ein Wohngebäude für Lehrer. Ein bereits vorhandener, defekter Tiefbrunnen wurde wiederhergestellt. Um sicherzustellen, dass die Schule künftig gut in Stand gehalten wird organisieren wir derzeit eine Elterninitiative, der wir die nötigen Materialien für Ausbesserungen und Reparaturen zu Verfügung stellen, die Eltern führen - unter anfängliche Anleitung- die Arbeiten dann selber durch. |
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An der Schule Dano C sind in zwei Gebäuden sechs Klassen untergebracht. Eines davon war nie ganz fertig gestellt worden, das Dach war undicht und die Träger verrostet und verformt. Infolge der Wasserschäden hatte sich der Fußboden aufgelöst und wurde löcherig. Nach der Fertigstellung des Gebäudes haben wir auch hier eine Schulküche und Latrinen errichtet. Dank einer Spende des Rotary-Clubs Nürnberg-Erlangen konnten wir hier einen Tiefbrunnen bohren, der so viel Wasser liefert, dass auch die Bevölkerung des umliegenden Ortsteils mit gutem Trinkwasser versorgt werden kann.
Als nächstes soll das Schulgelände mit Bäumen bepflanzt werden, die Setzlinge hierfür werden derzeit auf dem Gelände der Stiftung gezogen und der Schule zu Verfügung gestellt. Diese Maßnahme dient nicht nur der Verschönerung des Schulhofes,
sondern leistet auch einen Beitrag zur Sensibilisierung der Kinder für den Naturschutzgedanken. |
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Derzeit beschäftigen wir uns mit der Erweiterung des Gymnasiums in Dano, das um zwei Unterrichts- und mehrer administrative Räume erweitert wird. Sowohl die geistes- und sprachwissenschaftlichen als auch die naturwissenschaftlichen Fächer werden von diesem Neubau erheblich profitieren, denn es stellt eine enorme Entlastung für die anderen überfüllten Klassenräume dar. Mit den Bauarbeiten wurde im September 2006 begonnen.
Dieses Bauvorhaben wird von Francis Kéré bearbeitet, der auch die Baumaßnahmen vor Ort betreut, einem jungen burkinischen Architekten, der in Berlin studiert hat. Noch als Student hat er in seinem Heimatort Gando ein Schulprojekt durchgeführt, für das er 2005 mit dem Aga Kahn Award für Architektur ausgezeichnet worden ist. Die Baumaßnahme verwirklichen wir mit Hilfe großzügiger Unterstützung durch den Rotary- Club Nürnberg- Erlangen. |
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SCHULZENTRUM
Dano ist die Hauptstadt der Provinz Ioba und verfügt über 9 Primärschulen und ein Gymnasium. Im gesamten Bezirk gibt es keinen einzigen Kindergarten und keine Vorschuleinrichtung. Wegen des bestehenden Missverhältnisses zwischen Primär und Sekundärschulen (derzeit werden von der Entwicklungshilfe bevorzugt Primärschulen gefördert um die Alphabetisierung voranzubringen) wird das Gymnasium auch von Kindern aus dem Bezirk besucht. Im Einzugsbereich dieses einen Gymnasiums liegen 28 Primärschulen.
Der zunehmende Druck von außen wirkt sich dramatisch auf die Klassenstärken des Gymnasiums aus und erzeugt eine enorme Schülerzahl in den Anfangsklassen. Im Schuljahr 2006 / 2007 ist die Situation so, dass 283 Schülerinnen und Schüler in den Anfangsklassen 38 Abiturientinnen und Abiturienten entgegenstehen. Die Klassenstärke in den Anfangsklassen liegt bei 95 Schülerinnen und Schülern pro Klasse.
Die Dreyer Stiftung plant derzeit die Errichtung und den Betrieb eines S c h u l z e n t r u m s, das von der Vorschule bis zum Abitur führt. Dies hätte den Vorteil, dass in der Anfangsphase die Schulsituation vor Ort allgemein etwas entspannt werden könnte durch Übertritte aus den bestehenden Schulen, gleichzeitig würden aus Vorschule und Grundschule Kinder heranreifen, die dank der Frühförderung bereits eine höhere soziale und mentale Kompetenz in den Unterricht einbringen, als dies bei ungeförderten Kindern aus oft nur die Stammessprache sprechenden Familien überhaupt möglich ist. Die Unterrichtssprache ist Französisch.
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Die Grundschule soll nicht nur den vorgeschriebenen Lehrplan erfüllen sondern den Kindern auch Gelegenheit geben, durch zusätzliche Angebote auch weitere Fähigkeiten zu erwerben.
Das Gymnasium soll als Unterrichtsschwerpunkt Naturwissenschaften und Technik vermitteln.
Das Einverständnis des Chef de Terre zum Erwerb eines Grundstücks auf dem Plateau im Anschluss an das Terrain Dreyer wurde bereits erteilt, auf dem zukünftigen Schulgelände wurden zwei Standorte für mögliche Tiefbrunnen gefunden, seitens eines Vermessungsbüros wurde das geplante Schulgelände kartiert und ein Höhenlinienplan M 1:1000 erstellt. Der Antrag für den Erwerb des Grundstücks mit einer Fläche von ca. 25 ha ist derzeit in Arbeit.
Die Planungsleistungen werden derzeit von Herrn Dipl. Ing. FH (Kiel) Zala begonnen, welcher bereits das Zentrum der Stiftung in Dano geplant hat.
Die drei verschiedenen Funktionen, Vorschule und Primärschule, Gymnasium, sowie Aula mit Kantine und Nebenräumen werden in drei quadratischen „Vierseithöfen“ untergebracht, die hofseitig mit einem umlaufenden Vordach verbunden sind. An den Gebäudeecken befinden sich überdachte Pausenflächen.
Die Baukörper werden so angeordnet, dass zusätzlich zu den Pausenflächen innerhalb der Höfe ein weiterer großer Pausenhof entsteht, von dem aus die Erschließung der einzelnen Baukörper erfolgt.
Aus dem Planungsraster von 3,30m/ 6.60m/ 9,90m ergeben sich Klassenzimmer von ca. 60qm NGF, und Sonderräume von ca. 40qm NGF sowie an den Gebäudeecken überdachte Pausenflächen von ca. 90qm NGF.
Zusätzlich werden Freisportflächen angeordnet.Das Raumprogramm soll abschnittsweise umgesetzt werden, im Endausbau ergeben sich in etwa die folgenden Schülerzahlen:
| Vorschule: |
4 Gruppen |
à maximal 25 Kinder |
100 Kinder |
| Primärschule |
2x 6 Klassen |
à maximal 35 Kinder |
420 Kinder |
| Gymnasium: |
2x 7 Klassen |
à maximal 35 Kinder |
490 Kinder |
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Schülerzahl insgesamt |
ca.1000 Kinder |
Es soll ein Schulgarten angelegt werden, der von den Schülern betreut wird. Durch den Anbau von Kräutern, Obst und Gemüse auf bewässerten Beeten unter Anleitung der Gärtner der Stiftung soll das Bewusstsein über eine gesunde und ausgewogene Ernährung vermittelt und die Schulküche versorgt werden.
Zusätzlich werden auf dem Gelände Bäume und Sträucher gepflanzt werden, deren Blätter und Früchte essbar sind bzw. die in der traditionellen afrikanischen Heilkunde verwendet werden.. Auch diese sollen von den Schülern gehegt und gepflegt werden.Die Bedeutung des sorgsamen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen und der Naturschutzgedanke sollen im Unterricht vertieft werden.
Nebst fest angestellten Lehrern soll das Gymnasium auch Praktikanten aus dem Inland und Ausland Gelegenheit geben, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich intensiv in den Unterricht einzubringen. Nachdem wir bereits gute Erfahrungen mit den ersten drei deutschen Lehramtspraktikanten gemacht haben, die wir an das Gymnasium in Dano vermitteln konnten, wollen wir dieses Programm ausbauen und versuchen, auch Lehramtsanwärter und Lehrer aus Burkina Faso an deutsche Schulen zu vermitteln.Am Gymnasium ist die zweite Fremdsprache Deutsch, so dass daran gedacht werden könnte für Gymnasiasten der höheren Klassen Gasteltern und –schulen in Deutschland zu suchen.
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