| PROJEKTE
Der Standort Dano stellt für all diejenigen Forschungsfragen eine ausgesprochen günstige Lage dar, die den anthropogenen Einfluss auf die Natur durch Land- und Wassernutzung in ihrer Agenda haben. Einerseits leidet die unmittelbare Umgebung unter steigendem Bevölkerungsdruck, womit sie aber auch gute Unter- suchungsmöglichkeiten soziokultureller Zusammenhänge bietet, anderseits gibt es unweit von Dano (30 km südlich) mit dem Bontioli Nationalpark eine naturbelassene Referenzfläche, die für alle naturwissenschaftlichen Erhebungen von unschätzbarem Wert ist, um Vergleiche der anthropogenen Landschaft mit naturbelassener Landschaft ziehen zu können. |
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GLOWA-VOLTA
Das im Rahmen des vom BMBF finanzierten GLOWA Programms (Globaler Wandel des Wasserkreislaufs) im Einzugsgebiet der Voltaflüsse angesiedelte Projekt GLOWA-Volta war der Ausgangspunkt für die Forschungsarbeiten am Centre de Recherche et de Formation Scientifique (CRFS) und teilweise zum Zwecke der Erreichung der Ziele der Stiftung. Es handelt sich dabei um die Quantifizierung des Wasserkreislaufs und die daraus resultierende Beurteilung für künftige Szenarien des Wasser- haushalts unter sich verändernder Landnutzung. Da hierfür auch sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Interessen eine Rolle spielen, ist GLOWA ein interdisziplinäres Projekt. Es hat zum Ziel, über mathematische Simulationsmodelle Prognosen über verschiedene Land- und Wassernutzungsszenarien zu erstellen, die akkurat genug sind, um daraus Entscheidungshilfen für Entscheidungsträger (Politiker, etc.) herleiten zu können (Decision Support Tool oder Decision Support System). Die Besonderheiten des Voltaeinzugsgebietes liegen einmal in der unge- wöhnlichen geographischen Anordnung der Wasser- nutzer, Energiegewinnung am Unterlauf (Akosombo Staudamm in Ghana) und landwirtschaftliche Nutzung am Oberlauf (Burkina Faso und Nordghana). Zum zweiten verfügt das Volta Einzugsgebiet über sehr wenige meteorologische, klimatologische und hydro- logische Daten und ebenso wenige Informationen aus dem sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Bereich, weswegen der Schwerpunkt des Projekts, im Gegensatz zu einigen anderen Projekten des GLOWA Programms, in der Grunddatenerhebung liegt. Dies macht es andererseits interessant als Kooperations- partner für andere Projekte, wie BIOTA, Virtual Institute, AMMA, die auch auf diese Daten angewiesen sind.
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 Vollautomatisierte Wetterstation im Bontioli Nationalpark |
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| Biophysikalisches Observationsnetz (BON) mit der Basisstation in Dano |
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VIRTUAL INSTITUTE PROJEKT:
Sustainable use of semi-natural landscapes
Bei diesem Projekt geht es um die quantitative Erfassung vertikaler und horizontaler Stoffflüsse auf verschieden räumlichen Ebenen. Dies können Erosionsfragen sein, wie sie in den Ioba Bergen in der Nähe Danos und des Stiftungsgeländes, unweit des im Jahre 2002 gebauten Staudamms, zu beobachten sind mit beispielsweise der praktischen Relevanz bezüglich der Frage, in welcher Zeit ein für den Bewässerungslandbau aufgestauter See bei der gegebenen Landnutzung im Oberlauf der Zuflüsse verlandet. Es betrifft aber auch Fragen der gasförmigen Spurenstoffemissionen an die Atmosphäre. Beispielsweise eine weitere Untersuchung des Forschungszentrums Karlsruhe (FZK) am Standort Dano mit bedeutender globaler Relevanz. |
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Kontinuierliche Spurenstoffemissionsmessungen
mit mobilem Gaschromatographen unterhalb
der Ioba Berge bei Dano |
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BIOTA
Das BIOTA Projekt fand bereits 2003 in Dano seinen Anfang mit einer ichthyologischen Arbeit über Fischgemeinschaften und deren Wanderungsbewegungen in ephemeren und nicht-ephemeren Gewässern, wobei die Forscher sich seinerzeit die provisorischen Unterkünfte der Stiftung, bis zur Fertigstellung des Zentrums, mit dem Stiftungspersonal vor Ort teilte. Anfang 2004 begannen erste Pilotstudien über den anthropogenen Einfluss auf Termitenpopulationen als die wichtigsten Bodenumsetzer, kurz darauf gefolgt von den mikrometeorolgischen und klimatologischen Untersuchungen die in einer Projektkooperation zwischen BIOTA und GLOWA durchgeführt werden. In jüngster Zeit sind auch vegetationskundliche Arbeiten von BIOTA im Raum Dano hinzugekommen. |
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Die Transsekte des BIOTA Projekts. |
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| Aplocheilichthys pfaffi, Foto Timo Moritz. Im Stausee Moutori (Dano) ausgesetzter „Moskitofisch“ |
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AMMA
(Afrikanischer Monsun: Multidisziplinäre Analysen )
Ein internationales Wissenschaftlerteam untersucht in Westafrika die Variationen des Monsuns und dessen Folgen für die Landwirtschaft (Beginn der Regenzeit) und die Gesundheit der Bevölkerung sowie für das Weltklima (El Niño, Hurricanes). Daran beteiligt sind Wissenschaftler des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe. Sie untersuchen in Burkina Faso die Entstehung und Ausbreitung großräumiger Gewittersysteme, der einzigen Quelle für Niederschläge in dieser Region. Die Gewittergebiete erstrecken sich dabei über mehr als 100.000 Quadratkilometer und führen zu Regenmengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in einer halben Stunde. Eine Ausgangsbasis der Wissenschaftler/innen war in zwei mehrwöchigen Messphasen 2006 das Zentrum in Dano, wo unter anderem Windprofilmessungen
mit dem Sodar vorgenommen wurden. Auch die Atmosphäre wurde erforscht, während sich die örtliche Bevölkerung daran gewöhnt hat, dass von hier aus bis zu 6 Radiosonden an rosaroten Heliumballons täglich gestartet wurden, um den Aufbau der Atmosphäre bis 20 km Höhe zu erfassen. |
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Gewitter über Dano |
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Sodar-Gerät im Vordergrund,
im Hintergrund einige Gebäude des Zentrums in Dano |
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Aufstieg eines Heliumballons mit Radiosonde |
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Starke Überflutung einer Brücke nach heftigem Niederschlagsereignis |
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