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VISIONEN |
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WIEDERAUFFORSTUNGS- UND MEDIZINALPFLANZEN- PROJEKT
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Geplant ist eine Ausbildung der örtlichen Heiler über häufig vorkommende Krankheiten und Krankheitsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten, zum einen mit traditionellen Methoden und Heilpflanzen und zum anderen mit ärztlichen Maßnahmen und verschreibungspflichtigen Medikamenten. Im Gegenzug ist daran gedacht, Medizinstudenten die Möglichkeit zu geben, einige Zeit mit den Heilern zu verbringen und von diesen zu lernen. Die Örtlichen Heiler wirken so auch als Multiplikatoren und Meinungsbildner und können einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung der örtlichen Bevölkerung in Gesundheitsfragen leisten.
Eine Ausbildung der Heiler über die Inhaltsstoffe der von ihnen verwendeten Pflanzen, und Aufzeigen von verschiedenen Zubereitungen soll längerfristig die Zulassung von pflanzlichen Heilmitteln für den Inlandsmarkt, die Fabrikation vor Ort und deren Vertrieb ermöglichen.
In Zusammenarbeit mit den örtlichen Heilern und Pflanzenkundigen wurde bereits damit begonnen, auf dem Gelände der Stiftung Samen und Setzlinge örtlicher Heilpflanzen auszubringen, deren botanische Namen teilweise erst noch festgestellt werden müssen. Ziel ist die Produktion von Saatgut und Setzlingen für größere Anbauflächen und von Pflanzenteilen (Blüten, Blätter, Wurzeln) für die Bestimmung von Art und Konzentration der arzneilich wirksamen Hauptinhaltsstoffe.
Der Anbau von Medizinalpflanzen durch die örtlichen Landwirte sowohl im Perimeter (einjährige Kräuter) als auch auf den Hängen (Sträucher und Büsche die gleichzeitig einen Erosionsschutz darstellen, verbunden mit Abnahmegarantien gegenüber den Landwirten in der Anfangsphase soll dazu beitragen die Ioba- Berge wieder aufzuforsten.
Ziel ist die Kreation eines natürlichen und pflegearmen Habitat dessen Nutzung ökonomisch Sinn macht und das seitens der Nutzer deshalb erhalten und gepflegt wird. Es sollen Pflanzengemeinschaften entstehen, die sich selbst generieren und im Gleichgewicht halten, eventuell in Verbindung mit extensiver Viehwirtschaft.
Gleichzeitig sollen die Nutzer darin unterwiesen werden, welche Pflanzen wann und wie und in welchen Mengen geerntet werden können ohne zum Totalausfall der Pflanze zu führen (Bei Bäumen nicht den ganzen Stamm entrinden, bei der Gewinnung von Wurzeln nur einen Teil davon nehmen etc.)
Die Einbeziehung von Forstwirten und Ethno- Botanikern in das Projekt ist in Vorbereitung. |
Wegen des Siedlungsdruckes und wegen des stetigen Anwachsens der Bevölkerung werden die den Stausee und Perimeter umgebenden Iobaberge immer mehr entwaldet zur Gewinnung von Feuerholz, die Hänge werden umgepflügt und in karge Felder verwandelt, die infolge starker Regenfälle im Sommer schnell erodieren. Im Winter werden die Flächen regelmäßig abgerannt und als Weideflächen für viele Ziegen und wenige Rinder verwendet. Dieser Prozess kann nur aufgehalten oder verlangsamt werden, wenn den Menschen Möglichkeiten aufgezeigt werden können, mittels verbesserter Methoden der Bewirtschaftung die Bodenerosion zu verhindern und durch die Erzeugung höherwertiger Wirtschaftsgüter zu einem höheren Ertrag zu kommen als durch die übliche Bewirtschaftung, die auf Dauer zur völligen Vernichtung des eigenen Lebensraumes führt.
Ziel des Wiederaufforstungs- und Medizinalpflanzen- Projektes ist die Erzeugung höherwertiger Land- und Forstwirtschaftlicher Produkte, zum einen im Perimeter und zum anderen in den umgebenden Ioba Bergen, zum Beispiel Bioprodukte, die getrocknet und exportiert werden können, Obst und Gemüse, die in Ouagadougou verkauft werden können, Medizinalpflanzen,die für den Inlandsmarkt und für den Export in Nachbarländer in Frage kommen und Tierhaltung .
In Dano existiert eine Gruppe örtlicher Heiler, die eng in das Projekt einbezogen wird. Dabei wird auch an einen intensiven Austausch und eine gegenseitige Wissensvermittlung zwischen den Heilern und Medizinern und Pharmazeuten mit Schwerpunkt Phytotherapie gedacht. Nicht alle Heiler sammeln selbst Pflanzen zur Weitergabe an die Kranken, oft machen sie es so, dass sie dem Patienten sagen, was er benötigt, und er muss die Pflanze selbst beschaffen und Zubereiten. Die in Afrika übliche Zubereitungsform ist das Abkochen.
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